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PlayStation VR: Games-Test Special

  Playstation 4 

Doom VFR

Mit Doom VFR, in der Langform "Doom Virtual Fucking Reality", bringt Bethesda die Kultreihe auch für die PlayStation-VR-Brille. Im Gegensatz zu Skyrim VR, das die Original-Geschichte eins zu eins in die virtuelle Realität überträgt, setzt Doom auf eine neue Story. So befindet sich unser Alter Ego auf einer Forschungsstation, auf der aus heiterem Himmel Dämonen einfallen. Nun ist es unsere Aufgabe, die Monster aus der futuristischen Umgebung zu vertreiben und dafür zu sorgen, dass sie anschließend nicht wiederkommen. Dafür begeben wir uns mittels Teleporter, den wir vorher reparieren müssen, auf verschiedene Ebenen, auf denen es vor grunzenden Kreaturen nur so wimmelt. Dabei warten sowohl langsame, zombieartige Dämonen als auch brennende Feinde oder riesige Bossgegner auf uns.

Um die Massen unter Kontrolle zu bringen, können wir auf unterschiedliche Waffen zurückgreifen, darunter Pistolen, Schrotflinten und Granaten. Zudem haben wir die Möglichkeit, die Gegner nach hinten zu schleudern und uns dadurch etwas Luft zu verschaffen, wenn diese im Begriff sind, uns zu umzingeln. Die Dämonenabwehr entwickelt sich dabei nach und nach zur wahren Schießorgie, bei der mit Blut, abfallenden Körperteilen und Explosionen nicht gegeizt wird.

https://www.youtube.com/watch?v=JYOasB6aI_A

Die opulente Präsentation von Doom VFR erschlägt den Spieler in vielen Momenten regelrecht. Von allen Seiten rennen Feinde auf uns zu, und überall fliegt etwas in die Luft. Wir selbst teleportieren uns ständig von einem Ort zum anderen, um Gegnern auszuweichen oder sie von einer anderen Seite aus zu überraschen. An diesen Effekt-Overkill muss man sich zugegebenermaßen ein bisschen gewöhnen, nach einiger Spielzeit findet man sich aber in einem richtigen Rausch wieder, der einen den aufkommenden Schwindel vergessen lässt. Um diesen zu minimieren, sollte auf jeden Fall darauf verzichtet werden, die klassische Bewegungssteuerung des Controllers zu nutzen. Hierbei sind die Bewegungen und gerade die Drehungen einfach zu schnell, wodurch die Motion-Sickness nach kurzer Spielzeit quasi vorprogrammiert ist. Die Teleportation sorgt dagegen für eine gewisse Entschleunigung, ohne dabei das Tempo des Spiels zu reduzieren. Sie kann sogar als Waffe eingesetzt werden, indem wir uns auf einen benommenen Gegner teleportieren und ihn dadurch in Stücke reißen.

Fazit von Daniel Walter (PSVR)
Man sollte es mit Doom VFR definitiv nicht übertreiben. Der Shooter bombardiert uns mit visuellen Eindrücken und bringt die Doom-Atmosphäre wirklich hervorragend auf die VR-Brille, was für die Augen aber schon sehr anstrengend ist. Wer empfindlich ist, sollte auf jeden Fall die Teleportation als Fortbewegungsart nutzen und im Menü keinesfalls den linken Controller-Stick zum Bewegen aktivieren. Nach dem ersten Schock macht der temporeiche Titel aber wirklich Spaß und ist wahrlich eine VR-Erfahrung der etwas anderen Art.

Pro:

+ Überzeugendes Doom-Feeling
+ Temporeiche Ballerorgie
+ Atmosphärische Umgebung
+ Verschiedene Gegnertypen

Kontra:

- Effekt-Overkill
- Bedarf einiger Eingewöhnungszeit
- Hohes Motion-Sickness-Risiko

GBase-Wertung: 8.0

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Daniel Walter am 01 Feb 2018 @ 23:24
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