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PlayStation VR: Games-Test Special

  Playstation 4 

The Inpatient

Mit The Inpatient schafft es nach Rush of Blood ein weiterer Titel der Until-Dawn-Macher auf die PlayStation-VR-Brille. Während Rush of Blood lediglich ein Geisterbahn-Shooter war, setzt The Inpatient auf echte Horror-Atmosphäre.

Wir schlüpfen dabei in die Rolle eines Sanatorium-Patienten, der sein Gedächtnis verloren hat und deshalb in Behandlung ist. Wir erleben sein tägliches Leben in der Anstalt, das von einsamen Momenten auf dem Zimmer über Gespräche mit dem Personal oder dem Zimmergenossen bis hin zu Befragungen durch den Anstaltsleiter reicht. Die Stimmung ist dabei wirklich hervorragend eingefangen, was nicht zuletzt an der gestochen scharfen grafischen Umsetzung sowie der dezenten, unterschwellig gruseligen Hintergrundmusik liegt. Man fühlt zu jeder Zeit die Beklemmung der Anstalt und riecht förmlich den modrigen Geruch, der aufgrund der schimmeligen Wände rundherum in der Luft liegen muss. Besonders intensiv sind die Befragungen, bei denen wir an einem Stuhl festgeschnallt sind und die Fragen des Arztes beantworten müssen. Dabei ist der Raum fast vollständig dunkel, was für stimmungsvolle Schattenwürfe sorgt.

Wer Until Dawn kennt, weiß, dass nicht nur eine gruselige Stimmung allgegenwärtig ist, sondern auch die Angst, dass wir im nächsten Moment mit einem Jumpscare rechnen müssen. Zwar erfüllt sich die Erwartungshaltung oftmals nicht; wenn dann aber mal ein Schockmoment auf uns wartet, trifft er uns meistens genau in dem Moment, in dem wir nicht damit rechnen. Besonders präsent sind die Schockszenen in den Albträumen, die wir in regelmäßigen Abständen miterleben dürfen. Hier wandeln wir durch die nebligen Gänge der Anstalt und dringen tief in unser Unterbewusstsein vor, wodurch nach und nach immer mehr Details ans Licht kommen.

https://www.youtube.com/watch?v=v5r-sl4yQQE

Neben der eindringlichen Atmosphäre überzeugt The Inpatient außerdem mit einer sehr guten Steuerung, die per Move-Controller umgesetzt wurde. Die Bewegung ist sehr intuitiv und lässt uns aufgrund des recht geringen Lauftempos ohne Schwindel und Motion-Sickness durch die Räume der Anstalt wandeln. Ebenfalls sehr überzeugend ist die Sprachsteuerung, die es uns ermöglicht, die eigene Stimme in den Dialogen zu nutzen. Dadurch fühlt man sich noch deutlich mehr ins Geschehen hineinversetzt, was die virtuelle Realität noch realer werden lässt.  

Fazit von Daniel Walter (PSVR)
The Inpatient ist grafisch definitiv eins der besten VR-Spiele, die ich bis dato gespielt habe. Auch die Gruselstimmung überzeugt auf ganzer Linie und weckt Erinnerungen an den Teenie-Horrorschocker Until Dawn. Besonders überzeugt haben mich im Test sowohl die Bewegungssteuerung als auch die Sprachsteuerung, die uns mitten ins Geschehen hineinversetzt. Die Albtraumszenen sind in der virtuellen Realität zugegebenermaßen nicht ohne, aber wer sich für ein VR-Horrorspiel interessiert, muss nun mal auch mit Jumpscares rechnen. Ich habe damals schon Until Dawn geliebt und muss sagen, dass mich The Inpatient ebenfalls begeistert, nicht zuletzt aufgrund der Rückkehr des Butterfly-Effects, der dafür sorgt, dass unsere Handlungen und Aussagen Einfluss auf die Geschichte haben. Etwas enttäuschend ist hingegen die zugegebenermaßen recht knappe Spielzeit, gerade im Hinblick auf den Preis.

Pro:

+ Authentische Atmosphäre in der Anstalt
+ Sprachsteuerung versetzt uns mitten ins Geschehen
+ Gelungene Steuerung per Move-Controller
+ Gestochen scharfe Grafik

Kontra:

- Nichts für schwache Nerven
- Spieltempo könnte Horrorfreaks zu gemächlich sein
- Knappe Spielzeit

GBase-Wertung: 8.0

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Daniel Walter am 01 Feb 2018 @ 23:24
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