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Super Mario Odyssey: Review

  Nintendo Switch 

Hut ab!

In Super Mario Odyssey gibt es keine Oberwelt, wie man sie aus vielen Vorgängern kennt. Um von einem zum anderen Land zu kommen, benutzt man das Fluggefährt Odyssey. Hin und wieder kann man zwar wählen, welchen Level man zuerst bereisen möchte, doch meistens bleibt der Weg vorgegeben. Damit die Odyssey aber überhaupt abhebt, benötigt sie Energie, und diese muss man in Form von Power-Monden selbstständig sammeln. Das ist auch die Hauptaufgabe, die man in diesem Serienteil hat. Das mag zwar langweilig klingen, doch Nintendo hat es geschafft, dies stets so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Einige Monde sind offensichtlich verteilt, in jeder Welt kann man einen davon sogar mit gesammelten Münzen kaufen. Für andere muss man hart arbeiten oder etwa seinen Entdeckersinn einschalten. Die Levels sind wie erwähnt frei begehbar, wobei einige Welten recht überschaubar daherkommen in puncto Größe. Die weitläufigeren Gebiete sind aber voller Verstecke, geheimer Tunnels und Aufgaben, sodass man mit genügend Motivation unzählige Stunden verbringen kann, um wirklich alle Monde zu finden.

Dass dabei Sprungabschnitte, die nur mit genügend Timing und Geschicklichkeit bewältigt werden können, wieder einmal einen wichtigen Teil einnehmen, war zu erwarten. Ebenso gibt es aber auch Sammelaufgaben oder kleinere Rätsel. Ordentlich Monde erhält man beim Besiegen der Zwischengegner, die in jeder Welt auf einen warten. Oft gilt es, sich zunächst einen Weg zu ihnen zu bahnen oder vorbereitende Dinge im Level zu erledigen. Die Bosse werden zumeist in gewohnter Manier erledigt. Bedeutet: Kampfverhalten ausspähen und dem Feind auf den Kopf springen. Nach dem dritten Treffer hat man den Gegner dann erledigt. Diese einfache Gewissheit, dass man einen Endgegner auch nach all den Jahren noch auf diese Weise besiegen kann, beschert doch eine Art wohliger Zufriedenheit. Dennoch ist es schade, dass die Zwischengegner zeitweise ein wenig generisch wirken. Die Handlanger Bowsers sind sich an dieser Stelle einfach viel zu ähnlich.

Super Mario Odyssey Screenshot

Während dies wohl einer der größten Kritikpunkte neben dem zeitweise etwas laschen Schwierigkeitsgrad ist, ist die größte Neuerung gleichzeitig auch das gefeierte Highlight von Super Mario Odyssey. Mit seiner lebendigen Mütze kann Mario nämlich nun in die Haut seiner Gegner schlüpfen. "Capern" wird das liebevoll im Spiel genannt. Ein Wurf und schon mimt man einen rollenden Panzer, einen einfachen Gumba oder einen wilden Koopa. Damit übernimmt man gleichzeitig die Fähigkeiten der Wesen beziehungsweise Fahrzeuge. Man feuert also Kanonenkugeln, um den Weg freizuschießen, oder kann schichtweg fliegen. Damit ergibt sich ein völlig neues Spielgefühl, das so innerhalb der Reihe noch nie dagewesen ist. An Abwechslung ist das kaum zu toppen, da man immer wieder mit neuen Fähigkeiten und Situationen konfrontiert wird. Items, mit denen Mario seine Fähigkeiten anpasst, sind damit passé. Doch nicht alles kann gecapert werden. Dann nutzt die Mütze immer noch als Wurfgeschoss. Einige Spezialangriffe werden zudem mit Bewegungen ausgeführt, wobei man auch ohne sie problemlos das komplette Spiel bewältigen kann. Wer mag, kann Super Mario Odyssey auch zu zweit an einem Bildschirm bestreiten, wobei dann der zweite Spieler die Rolle von Marios Mütze übernimmt.

Der japanische Traditionskonzern geht mit diesem Feature neue Wege, und das ist gut so. Doch auch die Wurzeln der Serie werden in Super Mario Odyssey bedacht. Immer wieder begegnet man Abschnitten, in denen es plötzlich in 2D zur Sache geht. Spielweise und Optik sind dann den NES-Teilen nachempfunden. Das fügt sich bestens in die Spielwelt ein, ohne je befremdlich zu wirken. Ganz im Gegenteil: So steigert diese Idee den Nostalgiefaktor und sorgt ein weiteres Mal für Abwechslung. Die 3D-Optik weiß übrigens auch sehr zu gefallen. Die stellenweise knallbunten Welten sind insgesamt sehr schön gestaltet, und auch einige Effekte können überzeugen. Optisch kann das neue Mario-Abenteuer also auf jeden Fall mit anderen Switch-Titeln mithalten.

Super Mario Odyssey
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Daniel Dyba am 26 Okt 2017 @ 12:13
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