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Fire Emblem Warriors: Review

  Nintendo Switch 

Sagt mal, wo kommt ihr denn her? Aus allen Welten, bitte sehr! Da ist es: Fire Emblem Warriors für die Nintendo Switch. Und mit dabei sind zahlreiche bekannte Gesichter aus den bereits bestehenden Fire-Emblem-Universen. In dem kürzlich erschienenen Titel wurden große Hoffnungen gesetzt, denn die Spielreihe ist eine der ältesten, die Nintendo vorzuweisen hat, und konnte bisher bei ihren Fans neben gängiger Strategie auch mit einer spannenden Story und sympathischen Charakteren punkten. Weiterhin wurden bei jedem Ableger die neuen Features der jeweiligen Konsolengeneration beachtet, und man holte das Beste aus den technischen Möglichkeiten heraus. Was ist nun beim aktuellen Fire Emblem Warriors neu und was bekannt? Reizt das Spiel die Vorteile der Switch voll aus, und weiß die Story zu unterhalten? Wir haben es getestet.

Aus Alt mach Neu

Treuen Fans von Hack-'n'-Slay-Spielen ist wahrscheinlich unlängst das Wort "Warriors" im Titel in die Augen gesprungen. Das ist auch kein Zufall, da sich Fire Emblem konzeptionell an die Spielreihe "Dynasty Warriors" anlehnt. Die hatte bereits mehrere beliebte Crossover, das hierzulande bekannteste dürfte das mit Zelda sein. Publisher Koei Tecmo hat in der Hinsicht also schon viel Erfahrung sammeln können und bringt diese nun in das Fire-Emblem-Universum ein. Dies zeigt sich am offensichtlichsten beim Spielprinzip. Während man in einigen früheren Fire-Emblem-Spielen die Truppen beziehungsweise Spielfiguren Zug um Zug befehligte, kommen nun Echtzeitkämpfe hinzu. Darin kann man 4 von später insgesamt 23 Helden spielen. Die Viererkonstellation variiert auch öfters. Die restlichen Figuren übernimmt die KI. Im Großen und Ganzen macht sie das auch sehr zuverlässig. Solltet ihr aber doch unzufrieden mit der künstlichen Intelligenz sein, könnt ihr immer noch strategische Befehle an die Charaktere erteilen. Denn wie für die meisten Fire-Emblem-Spiele typisch, kann man seine Charaktere auch einzeln, außerhalb der Action-Spielweise, steuern. Man gibt ihnen also zusätzlich gezielte Anweisungen, ob sie beispielsweise angreifen, heilen oder jemanden schützen sollen.

https://www.youtube.com/watch?v=n16aNy1O65Y

Wie gehabt sind auch Bogenschützen, Pegasusreiter, Magier und Schwert- sowie Axtkämpfer mit dabei. Das berühmte Waffendreieck bleibt euch ebenfalls erhalten. Die bekannte Fähigkeitendiversität bleibt allerdings aus. Somit ist fast alles wie immer, nur ein bisschen aufregender. Man erobert die Stützpunkte der Gegner, wobei die Minimap unerlässlich ist. Ohne diesen kleinen Helfer ist man orientierungslos, und zum taktischen Planen ist sie ebenfalls unverzichtbar. Die Echtzeitkämpfe lockern das Ganze ungemein auf, und die Animationen sind qualitativ hochwertig. Tatsächlich macht es großen Spaß, als Pegasusreiter auch einfach nur durch das Schlachtfeld zu fliegen. Die Steuerung wirkt am Anfang hektisch, doch der Dreh ist schnell raus. Hat man die Bedienung einmal verstanden, werden die Figuren über das Spielfeld gleiten – versprochen! Um optimal durch die Schlachten ziehen zu können, mussten wir alle Tasten und Kombinationen ausreizen, die die Switch bietet. Aber auch diese Kombos sind sehr eingängig. Kognitiv wird einem in der Hinsicht also nicht zu viel abverlangt. Das Schlachtfeld ist sehr detailreich, ebenso wie das Design der Helden und deren flüssige Bewegungen. Die verwendeten Farben harmonieren gut, und es bietet sich ein stimmiges Gesamtbild, das einem die Gemütslage vermittelt, die man empfinden soll: Stress, Gefahr oder auch Erleichterung – alles gut gestützt von dezenter Musik und attraktiven Kampfsounds.

Die Mischung aus Strategie- und Actionspiel macht grundsätzlich Laune. Zu Beginn spielt man auch leicht ein paar Stunden am Stück, nach dem Abflauen der ersten Sogwirkung wird es jedoch etwas fad, da das Spielprinzip letztendlich wenig Abwechslung bietet.
Ernüchternd empfinden wir außerdem die Grafik der Filmsequenzen. Während die Cutscenes von zuvor erschienenen Teilen schon wahre Animequalität besaßen, sind die Sequenzen hier optisch weniger umwerfend. Es fehlen die klaren Linien und flüssigen Bewegungen eines Films. Das nimmt nicht die Freude am Spiel. Aber da man weiß, dass es schon besser ging, bleibt ein gewisser Unmut nicht aus.

Fire Emblem Warriors
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Jessica Rehse


Jessica Rehse am 16 Nov 2017 @ 20:13
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