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L.A. Noire: Review

 
Hersteller: Rockstar Games
Publisher: 2K Games
Genre: Action: Adventure
USK: Freigegeben ab 16 Jahren
PEGI: 18+
Spieler: nur Singleplayer
Weitere Infos: Game-Facts zu L.A. Noire
Test und Fazit von Daniel Wendorf (Switch)
Nein, L.A. Noire ist auch sechs Jahre nach Erstveröffentlichung kein neues GTA – Team Bondi erzählt vielmehr eine gute Geschichte über spannende Kriminalfälle. Die Stärken sind schnell aufgezählt: Eine hübsche Grafik, gut konstruierte Rätsel und Verhöre und vor allem die unglaublich toll digitalisierten Gesichter echter Schauspieler begeistern nach wie vor. Abseits dieser Pros gibt es auch eine Menge Kontras. Viel los ist nicht auf den Straßen, Action wird wenig geboten; ohne vertiefte Englischkenntnisse wird das Spiel spätestens in den Verhören zur Qual. Während sich Nutzer auf PlayStation 4 und Xbox One mit einer leicht aufgepeppten Variante zufriedengeben müssen, dürfen Switch-Besitzer frohlocken. Mit einer eigens aufgelegten Touch-Steuerung wird L.A. Noire im Handheld-Modus zur entspannten Knobelei mit grafisch hübscher Kulisse. Wem Murdered: Soul Suspect oder das neue The Invisible Hours gefällt, der dürfte auch mit Cole Phelps unterhaltsame Stunden erleben.

Fazit von Jessica Rehse (Xbox One X)
Ich bin großer Film-noir- sowie Kriminalistik-Fan, weshalb L.A. Noire schon bei seinem erstmaligen Erscheinen im Jahre 2011 großes Interesse bei mir geweckt hatte. Obwohl der Titel mich damals nicht völlig vom Hocker hauen konnte, habe ich doch einige interessante investigative Stunden mit ihm verbracht, sodass ich mich abermals auf einen Besuch des Los Angeles der 1940er-Jahre gefreut habe. Das Spiel hat von Rockstar auf der Xbox One X eine nicht zu übersehende Frischzellenkur verpasst bekommen, die Optik kommt gestochen scharf daher und das Geschehen läuft angenehm flüssig. Natürlich merkt man dem Titel sein Alter an, aufgrund der ordentlichen Überarbeitung kann man aber zumindest auf visueller und technischer Ebene keine Vorwürfe erheben. Auch spielerisch wurden Inhalte ein klein wenig angepasst, jedoch nicht unbedingt optimiert. Warum beispielsweise in den Verhören die Dialogoptionen, in welchen man vor sechs Jahren Aussagen entweder glaubte oder anzweifelte, nun damit ersetzt wurden, den guten oder bösen Cop zu mimen, erschloss sich mir überhaupt nicht (das fällt spielerisch aber nach kurzem Stirnrunzeln auch nicht mehr so ins Gewicht).

Seine größte Stärke bezieht L.A. Noire meiner Meinung nach auch so viele Jahre nach der Erstveröffentlichung noch immer aus seinem investigativen und entschleunigten Spielprinzip und der spannenden Story. Die Autofahrten durch Los Angeles sowie die schießbudenartigen Auseinandersetzungen sorgten jedoch abermals für langem Atem bei mir; glücklicherweise liegt das Hauptaugenmerk nicht auf eben jenen. Krimifreunden und Anhängern abwechslungsreicher Investigativ-Geschichten rate ich daher, unbedingt mal einen Blick auf den Titel zu werfen. Spieler, die aufgrund des Publishers ein GTA der 1940er-Jahre erwarten, können hingegen nur enttäuscht werden.

Review Lesen - Seite 1

Pro: Contra:
+ Sichtbare technische Überarbeitung
+ Switch-eigene Touch-Steuerung
+ Gut konstruierte Rätsel
+ Spannende Story
- Unbelebte Spielwelt
- Wenig Abwechslung
- Schießbudenartige Auseinandersetzungen
- Hakelige Steuerung

Gesamtwertung:  
GBase Score:
8.0
Abwechslung: Gut
Atmosphäre: Gut
Bedienung: Befriedigend
Langzeitmotivation: Gut
Herausforderung: Befriedigend
Spieldauer: Gut
Multiplayer: nicht verfügbar
Preis/Leistung: Gut

L.A. Noire
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Jessica Rehse am 11 Jan 2018 @ 19:26
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