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Nintendo: Classic Mini Special

  Wii 

Ehe Nintendo im kommenden Jahr mit dem Nintendo Switch wieder einmal das Konsolenspiel revolutionieren will, springt der Megakonzern pünktlich zum Weihnachtsgeschäft erst einmal auf den großen Retrozug auf. Mit dem Nintendo Classic Mini kommt eine stark verkleinerte Version des legendären Nintendo Entertainment System – kurz NES – in den Handel. Mit an Bord sind 30 vorinstallierte Spieleklassiker und ein paar zeitgemäße Anpassungen. Wir haben eine der begehrten und vielerorts ausverkauften Mini-Konsolen ergattert und erzählen euch, wie groß der Retrocharme nach 30 Jahren ist.

Es war irgendwann in den späten 1980er-Jahren. Der kleine Tobias hatte bei seinen Cousins den legendären Game Boy ausprobieren und spielen dürfen, hüpfte mit Klempner Mario über zweidimensionale schwarz-weiße LCD-Welten und war begeistert. Zum nahenden Weihnachtsfest war klar: er wünscht sich einen Game Boy. Das teilte er auch seinen Eltern mit, die sich daraufhin ihre Gedanken machten.

Bekam der kleine Tobias seinen Game Boy? Nein. Der Karton, der unter dem Baum lag, war für einen Game Boy viel zu groß. Denn stattdessen bekam Tobias das brandneue Nintendo Entertainment System. Und das tolle Hüpfspiel Super Mario Bros. war gleich mit dabei. Welch eine Freude. Mit den Jahren folgten zahlreiche weitere Spiele wie Kickle Cubicle, Looney Tunes, Excite Bike und Mega Man. Doch warum bekam der kleine Tobias statt eines Game Boy das NES? Weil seine Eltern Angst hatten, er mache sich mit dem kleinen Bildschirm die Augen kaputt.

Viele Jahrzehnte später ist der große Tobias jenseits der 30, besitzt eine PlayStation 4 und einen spieletauglichen PC, und seine Augen sind trotzdem nicht mehr die besten. Da kommt Nintendo mit der grandiosen Idee, das NES als Retrokonsole mit 30 Spielen noch mal auf den Markt zu bringen. Und irgendwo ganz tief im großen Tobias erinnert sich der kleine Tobias wieder an dieses einmalige Gefühl, als er damals das Geschenkpapier vom Karton riss und große, leuchtende Augen hatte.

Die Konsole

Die ersten Produktfotos und -videos ließen da bereits erahnen, dass Nintendo das NES in der Kochwäsche ziemlich hat einlaufen lassen. Mit 12,5 x 10 x 4,8 cm ist die Retrokonsole aber dennoch überraschend klein geraten und passt in manch großzügig geschnittene Hosentasche. Dazu ist das Plastikkästchen auch noch erstaunlich leicht. Die Klappe des Cartridge-Schachtes ist dabei nur zur Zierde eingearbeitet und lässt sich nicht wirklich öffnen. Gleiches gilt für die Lüftungsschlitze an der Oberseite. Nur an der Konsolen-Unterseite hat Nintendo ein paar richtige Abluftschlitze eingebaut.

Nintendo Bild
Auf der Vorderseite warten dann noch der Power- und der Reset-Knopf, beide natürlich voll funktionsfähig, auf der Rückseite erwarten euch die Schnittstellen für das HDMI-Kabel und das Stromkabel.

Das Zubehör

Mit der Konsole kommt ein kleines, in Schwarz-Weiß gedrucktes Mini-Handbuch in bester Nintendo-Manier. Außerdem enthält die Packung ein HDMI-Kabel zum Anschluss der Konsole an den Fernseher sowie ein Micro-USB-Kabel, mit dem die Stromversorgung für das kleine Gerät gewährleistet werden soll. Einen passenden Stromadapter müsst ihr euch allerdings selbst besorgen. Im Zeitalter von Tablets und Smartphones dürfte aber jeder moderne Haushalt so ein Teil rumliegen haben. Und notfalls tut es auch der USB-Anschluss eures Fernsehers.
Dazu gesellt sich natürlich noch der passende NES-Controller. Den hat Nintendo Gott sei Dank keiner optischen Verkleinerung unterzogen, der Controller hat seine Originalmaße behalten.

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Tobias Kuehnlein

 
Tobias Kuehnlein am 02 Dez 2016 @ 11:15
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